By Regilient | Fri Jun 20 2025 | 2 min read

Was ist die REACH-Zulassungsliste (Anhang XIV)?

Anhang XIV ist die sogenannte REACH-Zulassungsliste. Sie wird regelmäßig von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) aktualisiert und enthält besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs), deren Verwendung in der EU ohne Autorisierung verboten ist.

Ein Stoff auf dieser Liste:

  • darf nur mit ECHA-Genehmigung verwendet werden,
  • oder ist von der Pflicht ausdrücklich ausgenommen,
  • sonst gilt: Verwendung nach dem Sunset Date ist unzulässig.

Warum Anhang XIV entscheidend ist

Stoffe werden in Anhang XIV aufgenommen, wenn sie laut Artikel 57 eine der folgenden Eigenschaften haben:

  • Krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend (CMR)
  • Persistente, bioakkumulierbare, toxische Stoffe (PBT)
  • Sehr persistent & sehr bioakkumulierbar (vPvB)
  • Endokrine Disruptoren
  • Oder gelten als gleichwertig besorgniserregend

Ihre Aufnahme spiegelt ein hohes Gefährdungspotenzial wider – mit entsprechend strengen Auflagen.

Wie funktioniert das Autorisierungsverfahren?

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Wer muss den Antrag stellen?

  • Hersteller in der EU
  • Importeure
  • Nachgeschaltete Anwender
  • Oder „Only Representatives“ für Nicht-EU-Unternehmen

Was muss der Antrag enthalten?

  1. Chemical Safety Report (CSR)
  2. Analyse von Alternativen (AoA)
  3. Sozio-ökonomische Bewertung (SEA)
  4. Substitutionsplan, falls Alternativen möglich sind

Die Bewertung erfolgt durch den:

  • Ausschuss für Risikobewertung (RAC)
  • Ausschuss für sozioökonomische Analyse (SEAC)

> Der endgültige Beschluss wird von der EU-Kommission gefasst.

Was passiert bei Inaktivität?

Wenn Unternehmen keine Autorisierung beantragen oder ignorieren:

  • Verbot des Stoffeinsatzes nach Sunset Date
  • Marktzugang ausgeschlossen (EU)
  • Produktverbot, Rückrufe, Bußgelder
  • Störungen in der Lieferkette

Anhang XIV 2025 – Neue Entwicklungen

  • Diskussionen über die Aufnahme von PFAS nehmen zu
  • Die Autorisierungspflicht für bestimmte Phthalate und Chromverbindungen wird erweitert
  • Unternehmen müssen sich frühzeitig auf die Aufnahme vorbereiten – Sunset Deadlines 2026/2027 rücken näher

Wie Acquis Sie unterstützt

  • Stoff-Screening & Sunset-Fristüberwachung
  • Erstellung & Verwaltung von Zulassungsanträgen
  • Analyse von Alternativen und Substitutionsstrategien
  • Rechtskonforme Dokumentation & Audit-Bereitschaft

Ergebnis: Sie behalten Kontrolle – statt Risiken zu verwalten.

Fazit

Anhang XIV bedeutet: Wer Stoffe mit Risiko einsetzt, muss aktiv werden – nicht reaktiv. Die Zeit zwischen LAD und Sunset Date ist entscheidend für Ihr Geschäft.

> Lassen Sie sich zeigen, welche Ihrer Stoffe unter Anhang XIV fallen – und wie Sie Ihre Autorisierungspflichten erfüllen. > Kontaktieren Sie uns – bevor der Sunset eintritt.

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REACH Anhang XIV

Das Sunset Date ist der letzte Tag, an dem ein Stoff ohne gültige Zulassung verwendet werden darf. Danach ist der Einsatz verboten, sofern keine Autorisierung vorliegt.
Ja. Einige Anwendungen, wie z. B. in der Forschung oder geschlossenen Systemen, können ausgenommen sein. Diese müssen jedoch klar dokumentiert und begründet werden.
Unternehmen müssen bei der ECHA einen Antrag einreichen, der u. a. eine Risikobewertung, eine Analyse von Alternativen und eine soziale und wirtschaftliche Auswirkungsanalyse (SEA) enthält.
Die Verwendung des Stoffes wird illegal, was zu Marktausschluss, Bußgeldern, Rückrufen und Lieferkettenunterbrechungen führen kann.
Nein, aber Nicht-EU-Hersteller, die Produkte in die EU liefern, müssen über einen „Only Representative“ eine Autorisierung beantragen – sonst droht Einfuhrverbot.